50 Jahre Schwalmtal: Projekt Schwalmtaler Sommernachtstraum 2020

 

Aktuelles:

(19.03.2018) Der nächste Stammtisch könnte am 07.Juni 2018 in den Räumen der Schwalmtaler Kornbrennerei HARTGES stattfinden. Ziel ist die Verkostung einiger Liköre, um den Geschmack des Tröpfchens zu ermitteln, das das Gesicht der Schwalmfee und den noch zu ermittelnden Namen tragen soll. (Siehe vorherige Infos.) Auch für weniger hochprozentige Getränke,  einen kleinen Snack für zwischendurch und kleine Überraschungen wird gesorgt werden.

(03.03.2018) Eine Versammlung mit einer trotz der Grippewelle unerwartet regen Beteiligung hat  am 21. Februar um 19.30 Uhr im Rathaus Waldniel stattgefunden.

Weitere Informationen auf unseren Facebook-Seite „Schwalmtaler Sommernachtstraum“ und  „Schwalmtaler Sommernachtstraum 2020 – die Mitmacher“ oder auf der Web-Seite der Gemeinde Schwalmtal.

Gesucht wird ein Name für unseren Kräuterlikör. Bisher eingereichte Namensvorschläge findet man u.a. auf der „Mitmacherseite“ (s.o.).

(12.09.2017) Zum „Schwalmtaler Sommernachtstraum 2020“ gibt’s einen ganz speziellen Hochprozentigen mit dem Logo der Schwalmfee (gestaltet von Christa Bongartz).
Das Tröpfchen, hergestellt von der Traditionsbrennerei Hartges in Waldniel, wird rechtzeitig zum Weihnachtsfest 2019 zu erhalten sein.

(30.08.2017) Der erste Stammtisch fand am 29.08. unter erfreulich hoher Beteiligung im Haus Toerschen in Dilkrath statt. Tolle Gespräche!

(21.08.2017) Seit der ersten Sitzung des Arbeitskreises „50 Jahre Schwalmtal“ steht das Datum für den „Schwalmtaler Sommernachtstraum 2020“ fest. Das Projekt findet statt  am 14. / 15./ und 16. August 2020.                 Das ist das erste Wochenende nach den großen Ferien.

 

 


Fakten und Fantasien
zum Schwalmtaler Sommernachtstraum-Projekt 2020

Der Auslöser:

Verleihung des Ehrenpreises für ehrenamtliches Engagement der Gemeinde Schwalmtal 2017 an Lothar Lange.

Die Reaktion:

Danke für den Preis. Jetzt erst recht.

Die erste Idee:

Wenn Kultur in der Lage ist, viele Menschen zu verbinden, müsste sich das doch steigern lassen, indem man auch die Kultur verbindet.
Es wäre interessant, alle Schwalmtaler Kulturschaffenden (kreative Einzelpersonen, Gruppen, Chöre, Orchester, verschiedene Theatervereine)
in ihrer unterschiedlichen Aktzentsetzung und ihrem gewachsenen individuellen Charakter zu einer Großveranstaltung zusammenzubringen.

Christiane Samuel:

Eine kurze Skizzierung des Vorhabens genügte, um die engagierte Kindertheater-PurPur-Leiterin, Journalistin, PR-Beraterin und Buchautorin Christiane Samuel für die Idee zu begeistern. Ab sofort war sie dabei.

Der Name: Schwalmtaler Sommernachtstraum:

In der wunderbaren Komödie „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare treffen in einem herrlichen Durcheinander die unterschiedlichsten Menschen, Elfen, Feen und Trolle, gesellschaftliche Pflichten, individuelle Auflehnung, Realität und Phantasie aufeinander. Ein Spiegelbild aller Facetten unseres Lebens.

Die überwältigende Akzeptanz:

Schon bei einem ersten Treffen im Rathaus Waldniel gab es ein so unerwartet großes Interesse seitens der Bürgerschaft, dass die Veranstaltung auf Vorschlag des Bürgermeisters Pesch im Festjahr 2020 (50 Jahre Gemeinde Schwalmtal) stattfinden soll. Dieser Antrag wurde auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 16.05.2017 einstimmig angenommen.
Ab jetzt heißt das Projekt: Schwalmtaler Sommernachtstraum 2020.

Vielfalt unter einem Dach:

Wie sich seit 1970 unter dem Ortsnamen Schwalmtal eigenständige Gemeinden und viele Honschaften vereinigt und trotz der kommunalen Zusammenlegung ihren Charakter beibehalten haben – eine Vielfalt, die nicht zuletzt den Charme der jungen Gemeinde ausmacht – so gibt es sowohl in den einzelnen Ortsteilen als auch ortsteilübergreifend Vereine und Gruppierungen, die sich der Kultur und Kunst verschrieben haben. Einerseits werden lokale Traditionen gepflegt, andrerseits Neues geschaffen.
In dieser Vielfalt versuchen die Schwalmtaler sich in der Hektik und Verwirrung der modernen Welt einen liebens- und vor allem lebenswerten Platz zu schaffen.

Die Schwalm-Fee als Symbolfigur des Schwalmtaler Sommernachtstraums 2020:

Schwalmtal ist als politisches Konstrukt ein junger Ort ohne eigene Geschichte und eigene Mythen und Legenden. Ein Ort ohne Mythen ist aber „von allen guten Geistern verlassen“.
Die Idee, eine Fee als Symbolfigur für das Projekt zu wählen, hat ihre Grundlage im Denken der Menschen von den antiken Philosophen über die Dichter des Mittelalters über die Romantiker bis zu den Kinderbuchautoren der Gegenwart. Mythos und Logos, Glaube und Wissen, Phantasie und Realität sind die Eckpfeiler unseres Lebens.
Schwalmtal ist nach dem Flüsschen Schwalm, das an seiner Peripherie dahinplätschert, benannt. Wasser und Naturgeister sind seit je untrennbar verbunden.
(So verdankt der Rhein seine Berühmtheit und die viele Besucherströme der – gar nicht so netten – Loreley.)
Die Schwalm, in der Vergangenheit lange als Mühlentreiber unverzichtbarer Dienstleister der Menschen, aber auch als Abwasserkanal missbraucht und gnadenlos begradigt,
(vergl.:“Die Schwalm – Geschichte und Geschichten eines ‚fleißigen‘ Flüsschens – Mühlenreiche Flusslandschaft im Wandel“ von Helmuth Elsner) war lange Zeit kein guter Lebensraum für Elfen und Feen.
Nun wird sie allmählich in einem ursprünglichen Bett der Natur zurückgegeben, das Wasser wird sauberer, Tier und Pflanzenwelt werden vielfältiger und … die Feen kehren zurück. Und wenn uns Figuren aus Mythos und Märchen helfen, unsere Umwelt mit liebenden Augen zu betrachten uns darin mit dem Respekt und der Sorgfalt eines Gastes zu bewegen sind wir schon einen großen Schritt weiter.

Die Augen der Schwalmfee

 Ich hörte, sie hätten die Schwalmfee gesehn,
Sie sei wieder da, zauberzart, wunderschön.
Es hätten gefunkelt im Frühdunst am See
Hell wie Saphire die Augen der Fee!

 Im Haar blitzten Perlen aus Tropfen von Tau,
Sanft wallend umschmiegt es die Schultern der Frau.
Das Kleid fein gewebt, sie strahlt Güte und Glück.
Die Schwalmfee, so hört‘ ich, sei wieder zurück.

 Warum, Fee der Schwalm, warum warst du fort?
Ob am See, ob am Flüsschen, du warst nicht mehr dort.
War’s nur eine Reise? Hast du dich versteckt?
Oder hat dich die Dummheit der Menschen erschreckt?

 Wenn Menschen vergessen den Wert der Natur
Verlassen die Geister oft Fluss, Wald und Flur.
Drum bitt ich Dich, Fee, hol alle hierher:
Titania, Oberon, Puck und noch mehr!

 Und wenn dann der König im Vollmondlicht
Mit der Herrin den Segen auf Schwalmtal spricht,
Dann streift jeder Elf durchs Gemeindegebiet
Und passt darauf auf, dass nichts Dummes geschieht. 

 Ich wünschte, sie hätten die Schwalmfee gesehn.
Sie sei wieder da, zauberzart, wunderschön.
Ich hoff‘ auf Saphire im Frühdunst am See
Auf die strahlenden Augen, die Augen der Fee!

Lothar Lange

Das Projekt:

Das Projekt wird hauptsächlich von ortsansässigen Amateuren gestaltet. (Dabei bedeutet Amateur nicht etwa so etwas wie „Stümper“, sondern seinem lateinischen Ursprung nach „Liebhaber“.)
Sollte sich ein professioneller Künstler unter die Akteure mischen, so kann man sicher sein, dass er seine Wurzeln in der Gemeinde hat.
Der Besucher „erfährt“ an einem Sommer-Wochenende (mit Rad oder Bus) die Schönheiten der Ortsteile Schwalmtals. Überall erwarten ihn kulturelle Leckerbissen der unterschiedlichsten Art, dargeboten von Künstlern und Gruppen aus der Gemeinde.
So besucht er interessante Theatervorstellungen auf den Plätzen und in den verschiedenen Sälen (Achim-Besgen-Halle, Aula des Bethanien Kinderdorfen, die Brücke und andere), er sieht mit Liebe gestaltete Kunstaustellungen im Rathaus, im Mühlenturm und an einigen anderen Orten), er bestaunt Tanzgruppen vom zarten Ballett bis zum Square-Dance, er hört Musik an ungewöhnlichen Orten (etwa Kirchenchöre am Hariksee und Klassik im Autohaus), erfährt einiges von der Geschichte und der Sprache in der Heimatstube, lässt sich von Landfrauen im rustikalen Ambiente verwöhnen und genießt die Leistungen des heimischen Wirtschaft und Gastronomie.

Und überall trifft er auf die Elfen und Feen der Schwalm, die ihm das gute Gefühl geben, dass er Freund unter Freunden in einer freundlichen und naturverbundenen Gemeinde ist.
Neben vielen schönen Dingen kann er einen Wegweiser mit Orts- und Veranstaltungsplan sowie eine Festschrift, die in Bild und Wort von Schwalmtaler Schülern, Fotografen, Zeichnern und Malern gestaltet ist, mit nach Hause nehmen.

Die Jugend:

Eine große Rolle bei der Vorbereitung spielen tatsächlich auch die Schüler, die sich in Kursen und Arbeitsgemeinschaften mit der Geschichte und den gesellschaftlichen Gegebenheiten der Gemeinde Schwalmtal beschäftigen sollen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit halten sie in Texten, Zeichnungen oder Videos fest. Die besten Ergebnisse werden prämiert und veröffentlicht.

Die Leitung und Organisation des Projektes:

Die Initiatoren Lothar Lange und Christiane Samuel leiten unterstützt von einem Arbeitskreis aus Mitgliedern der Gemeindeverwaltung und der im Rat vertretenen politischen Parteien das Projekt.
Darüber hinaus gibt es einen Stammtisch und regelmäßige Treffen mit Interessierten sowie den teilnehmenden Einzelpersonen und Gruppen.
Die Bekanntgabe der Termine und Inhalte erfolgt hier, über die Web-Seite der Gemeinde sowie über einen E-Mail-Verteiler. Zudem ist eine Facebook-Seite eingerichtet.

Der Termin:

Als Termin wurde Wochenende 14./ 15./ 16.August 2020  festgelegt.